Samstag, den 22. Juli 2017 um 13:36 Uhr

Cochlear Implant

Wir sind gehörlos. Manchmal ist die erste Reaktion von Hörenden: «Oh, mein Gott, ist das schlimm. Kann man da nichts tun?».

Und hier tritt das Cochlear Implant auf die Bühne.


(Bild von Wikimedia)

Was ist das?

Das Cochlear Implant ist eine Hörprothese, die dem Betroffenen am Kopf einoperiert wird. Eine Elektrode wird in die Gehörschnecke eingeführt, um die Hörhärchen elektrisch zu stimulieren. Der Hörnerv leitet die Stimulation weiter, was vom Betroffenen dann als Hörreiz wahrgenommen werden kann.

Das ist doch eine tolle Sache, oder? Damit wird die «Krankheit» doch geheilt?

Nicht so schnell.

Es wütet eine grosse Kontroverse in der Gemeinschaft der Hörbehinderten. Erwachsene Betroffene haben grosse Vorwürfe an die Medizin. Andere verteidigen das Cochlear Implant als wertvolles Hilfsmittel.

Von vielen Hörenden wird nicht verstanden, warum. Eine so gute Sache wie das Cochlear Implant kann man doch nicht ablehnen! Gerade wenn die Invalidenversicherung die Operation und die Therapie bezahlt. Warum bloss?

Es gibt viele gute Gründe.

An dieser Stelle wollen wir jedoch nur Frau Julia Probst aus Deutschland zu Wort kommen lassen. Bitte klickt auf den Link unten, um ihr Interview zu lesen.

Gehörlosigkeit ist nichts, was man beheben müsste